Kesselanschluss und Einstellungen HP02/K

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  • Dieses Thema hat 11 Antworten und 3 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 4 Jahre von Stef81.
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    • #398
      Stef81
      Teilnehmer

      Hallo, mich würde interessieren wie Ihr Eure Kessel Hydraulisch an Puffer, Heizkreise etc. angeschlossen habt, welche Pumpen und welche Einstellungen am Kessel Ihr verwendet. Ich frage weil ich mit meiner Konstellation einige Probleme habe die ich Euch anschließend nennen möchte.

      Zu meiner Anlage:
      -HP02/K C1A Softwarestand: 0274 (gekauft 2012)
      -Edelstahl Aussenkamin isoliert D:113
      -800L Sonnenkraft PSR800 Schicht Pufferspeicher mit SolarWT integriert und Frischwassermodul
      – Pumpengruppe Cosmo mit Mischer und Grundfos Alpha 2 25-60 für FBH UG und EG
      – Pumpengruppe Kessel mit älterer Brötje Pumpe mit 3 Stufen (Stufe 2 eingestellt)
      – Pelletsbefüllung per Hand im Tagesbehälter
      – 140L Ausdehnungsgefäß

      Hydraulisch war mein Kessel beim Einbau so angeschlossen:

      -Rücklauf FBH, Rücklauf zum Kessel hängen mittels T-Stück am Puffer ganz unten (Eingang RL/FBH Entleerung) Wirkungsbereich des Solar WT;
      An diesem Strang wird mittels der Brötje Pumpe vom Ofen angesaugt ab 55Grad Kesseltemp.

      -Vorlauf Kessel und Vorlauf zur FBH hingen zusammen am Anschluss “Puffer oben”, an diesem Strang geht es noch weiter mittels Umschaltventil nach oben, wo dann die Mölichkeit besteht den Bereich für das Frischwassermodul schnell zu laden. Dies wird über die Boilerfunktion geregelt. Das Ventil wird als Boilerpumpe angesteuert und über die Kessel Boilerfunktion geregelt. Im VL FBH hängt dann noch die Grundfos Pumpe.
      Achja, Pufferspeicher hat nur auf einer Seite die Anschlüsse.
      Einstellungen am Kessel waren:
      Energiesparpuffer und ein Heizkreis. 1-2-7 glaub ich nennt man die Variante.

      Folgende Probleme sind aufgetreten:
      – Puffer wird durch Einstellung Energiesparpuffer soweit ausgereizt, das der Mischer vor Einschalten des Kessels immer ganz offen war und beim ersten Ladevorgang 55Grad gleich bei der FBH ankamen und diese immer wegen Übertemperatur die Heizkreispumpe ausgeschaltet hat.
      Duch die Einstellung Standardpuffer und einer höheren Einschalttemp konnte ich das Problem momentan lösen.

      – Umschaltventil für Boilerfunktion eigentlich ungeeignet, wegen Öffnungszeit von etwa 4Min. Somit ging durch die Taktung der Kesselkreispumpe die Ladung sowieso immer in den Pufferbereich, eigentlich sinnlos. Der WW Bereich wurde natürlich dann auch irgendwann warm, aber meiner Meinung nach ist das Ventil dann sowieso umsonst.

      – Bei Pufferladung hatte sich Anfangs auch immer die Heizkreispumpe ausgeschaltet, das zu einer Abkühlung der Räume führte.
      Dies wurde dann durch die Einstellung P.HP =2.0 behoben. Soweit so gut!!!

      – Irgendwan wurde dann mal ein SW Update gemacht, das dazu führte das bei der Pufferladung immer der Mischer am Heizkreis zu gemacht hatte, solange der Puffer geladen wurde. Das hab ich dann behoben mit der Funktion P-89 Vorlaufkorrektur (wer weiß für was das Gut ist?) Einstellung “0”

      Dies wurde geändert 2013:

      Der VL zur FBH wurde vom T-stück entkoppelt und seperat etwas unter des PufferVL vom Ofen gehängt(alleine), da war einmal ein Heizstab montiert, der kam raus und der FBH VL dran. Es funktioniert zwar soweit das die HK Pumpe nicht mehr ausschaltet, da der Mischer jetzt mehr Zeit hat zu regeln, aber leider passt die Position des VL FBH Strangs so gar nicht, weil der Puffer Oben Fühler eine höhere Temperatur misst als der FBH VL tatsächlich hat,da der Puffer VL noch in einem wärmeren Pufferbereich ist. Ausserdem hab ich seither immer wieder Luft im Kessel, wobei ich nicht wirklich weiß ob das mit dem Umbau zusammenhängt!?

      Nun hätte ich folgende Fragen:
      Hat jemand eine Ähnliche Konstellation und wie hab Ihr diese angeschlossen?
      Welche Puffer bzw. Kesselkreispumpen verwendet Ihr?
      Wie findet Ihr die Energiesparpuffer Einstellung am Kessel? Könnt Ihr sie sinnvoll nutzen?
      Hatte jemand schon mal Probleme mit Luft im Kessel?

      Freue mich auf Euere Antworten

    • #402
      Bernd
      Teilnehmer

      Hallo Stef81!

      Zum letzten Punkt „Luft im Kessel“:
      Dieses Problem hatte ich auch. Der Kessel ist der beste Luftabscheider in meinem Heizungssystem. Ich musste auch einige Male in der Heizsaison den Kessel entlüften. Ich habe mir jetzt einen automatischen Entlüfter am Kessel angebaut.
      Anbei habe ich dir ein Foto online gestellt: http://www.mediafire.com/file/pglvdqlbi93sv46/automatische_Entl%C3%BCftung.JPG

      LG
      Bernd

    • #403
      Niko
      Teilnehmer

      Hallo Bernd, (ich antworte dir zu erst, weils schneller geht)

      interessante Entlüfungskontruktion. Ich hatte noch nie Probleme mit Luft im Kessel. Ich konnte aus der Entlüftung am Kessel auch noch nie Luft ablassen. Wir haben den Hapero im Keller eines Reihenhauses mit EG, OG, DG. Bei uns sammelt sich die Luft (besser gesagt das Gas) immer in den beiden obersten Heizkörpern im DG. Das wurde aber von Jahr zu Jahr weniger und seit einigen Monaten kann ich eigentlich keine Gase mehr aus der Anlage entlüften. Da bei uns der Kesser im Keller steht und dort der höchste Druck herrsch, gehen m.E. die meisten Gase in Lösung über. Im DG herrscht dann wieder ein geringerer Druck, und die Gase werden aus dem Heizungswasser ausgeschieden und setzen sich oben im Heizkörper ab. Ich muß aber auch dazu sagen, daß ich sehr wenig bis gar kein Wasser in unserer Anlage nachfülle. Und: Wir haben keine Fußbodenheizung sondern nur Heizkörper. Und da sei der Lufteintrag ja in der Regel geringer. Also: Ich konnte aus der Entlüftung am Kessel noch nie Luft ablassen.

      Hallo Stef,
      unsere Anlage ist ähnlich, mit dem wohl wesentlichen Unterschied, daß wir keine Fußbodenheizung besitzen. Daher fahren wir mit höheren Vorlauftemperaturen als du. Wir haben die Heizkurve 55/45 einprogrammiert und sind mit dieser recht zufrieden.

      Das Phänomen mit dem ersten heißen Wasser, das vom Kessel kommt und der HK-Mischer noch 100% auf ist kenne ich. Dadurch kommt dann im ersten schwung zu heißes Wasser in den Heizkreis. Da wir aber keine Fußbodenheizung haben, haben wir damit kein Problem. Zu Anfangs war bei uns auch die PP89-Funktion aktiviert. Da fuhr der Mischer immer recht weit zu, wenn das heiße Wasser vom Kessel kam, und machte den HK-Mischer nicht mehr auf. Das führte dazu, daß bei uns alle Hizkörper kalt blieben, bis der Kessel mit Pufferladen fertig war. Was schon mal etwas dauern konnte. NAch Rücksprache mit dem Hapero-Sevice hatte ich die Funktion PP89 dann deaktiviert. Seither versucht die Regelung die HK-Vorlauftemperatur in etwas auf eingestelltem Wert zu halten. Dadurch dass ja die Pufferladepumpe taktet, kommt jedoch immer mal wieder heisseres Wasser vom Puffer. Daher regelt der Mischer in den ersten Minuten des Kesselbetriebs den Mischer immer etwas auf und zu. Finde ich aber nicht schlimm und ist mir lieber, als wenn der Mischer zu fährt und erst ne halbe stunde später wieder öffnet.

      Zur Frage Engergiesparpuffer: Bei uns läuft er in diesem Modus und ich finde diese Einstellung sehr gut. Die Kesseleinschalttemperatur wird entsprechend der benötigten HK-Vorlauftemperatur berechnet. Dadruch wirde der Puffer erst wieder geladen, wenn der Puffer soweit abgekühlt ist, daß es wirklich nicht mehr für den Heizkreis ausreicht. Die Abschalttemperatur ist standardmäßig bei 55°C bwz. 7°C über der derzeit erforderlichen HK-Vorlauftemperatur. Zweiteres wird bei uns maßgebend, wenn die Außentemperaturen unter ca. -5°C. Dann steigt die Pufferabschalttemperatur sinnvollerweise mit an. Wie gesagt: Ich finde dies eine echt geglückte Regelung.

      Womit ich ein wenig tüfteln mußte, war die sinnvolle Anbringung der Fühler. Da habe ich viel emperimentiert. Das war unser Installateur hinterlassen hatte, war nicht brauchbar, leider. Wir haben einen Hygienepufferspeicher mit 600l. Das obere Drittel (ca. 200l) ist für den Boilerbereich vorgesehen. In etwa der mitte des oberen Drittels habe ich den Boilerfühler angeschlossen. Die unteren 2/3 dienen als “Pufferbereich für den Heizkreis”. Auch bei uns ist ein Zonenventil verbaut, welches umschaltet, zwischen Puffer unten laden oder Puffer oben laden (Boilerbereich). Ich denke, es ist wie bei dir. Das Ventil ist an der Hapero-Steuerung am Boilerpumpenausgang angeschlossen, wie bei dir. Über eine langsame schaltfunktion dieses Ventils kann ich mich nicht beschweren. Ich halte es aber inzwischen – so wie du, aber aus anderem Grund – für vollkommen unnötig.

      Das Wasser was vom Kessel kommt hat immer mindestens 55°C, da die Pufferladepumpe erst oberhalb dieses Wertes einschaltet. Daher kann dieses heiße Wasser m.E. immer ganz oben in den Boilerbereich des Puffers geführt werden. Wenn zum Beispiel der Puffer durch den Betrieb der Heizung abgekühlt wurde auf oben (Boilerfühler) 50°C, mitte (=Pufferfühler oben) 40°C und unten (Pufferfühler unten) 25°C. Dann wäre noch kein Boilerladen nötig. Wenn der Kessel anspringt, weil der HK einen Vorlauf größer 40°C hat, würde das Zonenventil nicht geschaltet und die WW-Einschichtung würde nicht oben sondern in höhe des Puffer-Oben-Fühlers erfolgen. Aber da eh 55°C heißes Wasser vom Kessel kommt, kann men meines Erachtens gleich ganz oben, also immer ganz oben einschichten und auf diesem Wege den Puffer immer von oben beginnend kommplett, daher incl. Boilerbereich durchladen.
      Bei mir habe ich das Zonenventil auf manuell umgestellt und so eingestell, daß immer oben geladen wird.

      Bei dir hätte dies evtl. folgenden Vorteil. Kessel-Vorlauf ganz oben in den Puffer. Bei 2/3-Pufferhöhe entnimmst du das Wasser für den Mischer der FB-Heizung. Dadurch wäre der Puffer eine perfekte hydraulische Weiche (was Hapero ja in der Anleitung auch vorgibt). Wenn nun der Kessel das Wasser zum Puffer schickt, würde nicht sofort das heisseste Wasser vom Kessel direkt zum Mischer gelangen. Sondern der Mischer würde sich immer übe den Puffer bedienen. Das könnte evtl. dein Problem mit dem überhitzen des FB-Heizkreises lösen.

      Als Pufferladepumpe haben wir eine WILO Stratos, diese steht (wie bei dir) auch auf stufe 2. Wenn ich mir die angezeigten Wattzahlen so ansehe, steht sie allerding auf voller leistung. Denn wenn ich sie auf stufe 3 Stelle, zeigt das Display keine höhere Wattzahl an. Mit der Einstellung der pumpe hatte ich zu Anfangs auch experimentiert. Bei niedrigerer Pumpenleistung läuft die Pumpe länger durch und die Kesseltemperatur schwankt nicht so stark. Daher wird die Wärme gleichmäßiger aus dem Kessel abgeführt. Ich habe allerdings festgestellt, daß der Kessel dann im späteren Verlauf des Pufferladens seine Wärme nicht weg bekommt. Er fing dann an, die Leistung stark herunter zu modelieren obwohl der Puffer noch nicht voll durchgeladen war. Dies führte dann zu sehr langen Brennerlaufzeiten unter sehr geringer Last. Nach meiner Einstellung zu diesem Thema fürht dies aber nur zu sehr hohen Abgasverlusten und zu schlechterer Verbrennung. Daher steht bei uns die Pufferladepumpe wieder bei fast voller Leistung. So wie sie damals auch vom Monteur eingestellt war.

      So, nun habe ich sehr sehr viel geschrieben. Ich hoffe es ist nicht zu verwirrend und hilft dir ein bißchen weiter.

      Gruß, Niko

    • #404
      Stef81
      Teilnehmer

      Vielen Dank für Eure Beschreibungen. Niko danke für deine Tips. Ich habe hier ein Foto http://www.mediafire.com/view/yf9vcoczy2i1zfw/Puffer_neu.jpg von meinem jetzigen Anschluss vom Puffer angehängt, was meinst Du dazu? Der Vorlauf von der FBH zum Mischer wurde bereits 2014 seperat am Puffer angeschlossen um das Problem mit dem Mischer zu regeln.Es wurde dabei die Position eines früheren Heizstabes verwendet. Ich finde halt die Position nicht optimal, da der Fühler “Puffer oben” über dem FBH-Anschluss sitzt. Das führt dazu das die Temperatur an diesem Vorlauf zur FBH um vieles niedriger ist als die Position die vom Fühler gemessen wird. Somit schaltet der Kessel zu spät ein. Der Rücklauf der FBH und des Kessels hängen ganz unten mit dem MAG noch zusammen am Puffer. Wie würdest Du, wenn Du das Bild siehst die Hydraulik und die Fühler platzieren? Ich hoffe ich bekomme auch noch mein Luftproblem in den Griff.

    • #405
      Niko
      Teilnehmer

      Ich hab mir dein Bild angesehen. Was mir unklar ist: Sind das Tauchfühler oder Anlegefühler. Ich haben Anlegefühler, die ich an einer Klemmleiste frei positionieren kann. Den Fühler “Puffer-Oben” würde ich (wenn das als Anlegefühler möglich ist) genau auf Höhe des HK-Vorlauf-Anschlusses anbringen. Dann geht der Kessel an, wenn er erkennt, daß das Wasser aus dem Puffer nicht mehr warm genug für den Vorlauf ist.
      So habe ich die Fühler bei mir angebracht.
      Durch das velegen des HK-Vorlaufanschlusses etwa 20 cm nach unten hast du halt deinen Boilerbreich vergrößert und deinen Heizwasser-Pufferbereich etwas verkleinert. Wenn du damit die Notabschaltungen deiner FBH-Umwälzpumpe verhinderst ist das ja eine hinnehmbare Lösung.
      Dein Puffer hat (leider) deutlich weniger Anschlüsse als meiner. Meiner hat auf vier verschiedenen höhen jeweils zwei Anschlüsse. Zusätzlich noch einen Anschluss für das einschichten des HK-Rücklaufs. Und dann noch 2+2 Anschlüsse für die Solar-Heizschlangen. Und dann nochmal 2 Anschlüsse für die Trinkwasser-Wendel. Daher DEUTLICH mehr Anschlüsse. Wohl auch mehr als ich jemals benötig. Aber deine hat wirklich eine knappe Anzahl an Anschlüssen.

      Dass du den E-Heizstab ausbauen musstest um den HK-Vorlauf sinnvoll anzuschließen finde ich bitte. Auf den E-Heizstab als Not-Heizung möchte ich (für den Fall der bisher zum Glück noch nicht eingetreten ist) nicht verzichten. Er gibt mir (vor allem meiner Frau) eine gewisse Sicherheit.

      Niko

    • #406
      Niko
      Teilnehmer

      Zum Luftproblem noch meine Erfahrung beim Entlüften/Entgasen:
      Um so höher der Druck, im so weniger Gas kann im Wasser gelöst werden. Daher treibt man das Gas durch aufheizen aus.
      ABER
      Um so höher der Druck umd so MEHR Gas kann Wasser aufnehmen.

      Man hat also das Dilemma, daß durch das Aufheizen (zum Entgasen, siehe erster Satz) der Druck im System steigt und dadurch das Wasser bereit ist, mehr Gas zu binden.

      Ich habe mal einen halben Tag das Wasser stark erhitzt (Legionellenprogramm aufgerufen). Dann habe ich den Systemdruck auf knapp oberhalb des MAG-Vordruck abgesenkt, also Systemwasser abgelassen und dieses aufgefangen. Waren bei mir nur ca. 10 Liter. Ich habe also nach dem Aufheizen den Systemdruck von 2,2 bar auf 1,6 bar abgelassen (MAG-Vordruck bei 1,5 bar).

      Dann habe ich die Heizkörper im DG beide längere Zeit voll geöffnet. Im DG war der Systemdruck nach meinen Überlegungen dann nur noch bei etwa 0,5 bar. Nun hat sich in den beiden Heizkörpern immer wieder Luft gesammelt die ich immer wieder ablassen konnte. Kessel war in dieser Zeit aus, nur die Heizkreispumpe war an. Beim Entlüften der Heizkörper immer wieder im Keller darauf achten, daßd er Systemdruck nicht unter den MAG-Vordruck abfällt.
      Dies habe ich ein paar Stunden gemacht (bis ich an diesem Tag keine Zeit mehr hatte).
      Dann habe ich das vorher abgelassene Wasser wieder in das System gepumpt und somit den Systemdruck wieder auf ca. 2,0 bar erhöht.
      Seither hatte ich nie mehr Luft an irgend einer Stelle im System. Egal welches Entlüftungsventil ich öffen, es kommt immer und sofort nur Wasser. Daher glaube ich mein System gut entlüftet zu haben.
      Leider funktioniert dieser Trick nicht bei einer Fußbodenheizung.

      Aber bei einem System mit Fußbodenheizung würde ich mir auf jeden Fall am Vorlauf Kessel zum Puffer einen Mikroblasenabscheider nachrüsten. Diese Teile kosten unter 100€ und aufgrund des phyikalischen Prinzips sollten sie in 1 und 2 Fam. Häusern gas bis zu einer Gebäudehöhe von bis zu 12 m auf lange sicht aus dem System schaffen. Noch habe ich kein solches Teil eingebaut. Aber wenn ich bei mir mal etwas umbaue, wird so ein Teil verbaut.

      Niko

    • #409
      Stef81
      Teilnehmer

      Niko danke für Deine Tips. Dazu noch folgende Anmerkungen: Mit dem Puffer hast Du Recht, die Anschlüsse sind etwas knapp da er diese nur auf einer Seite hat. Für Frischwassermodul und Solar hat er die Anschlüsse vorne, das kann man aber auf dem Foto etwas schlecht erkennen, daher hab ich hier nochmal ein Anschlussschema: http://www.mediafire.com/view/ha8ppep43p0pfss/Puffer.jpg
      Die Fühler sind Tauchfühler. Diese werden beim Puffer in ein Tauchrohr geschoben. Die Vorläufe HK/Kessel sind ja nun durch den Puffer als hydraulische Weiche entkoppelt. Aber der Rücklauf HK/Kessel hängen nach wie vor ganz unten beisammen, sind also nicht durch hydraulische Weiche getrennt. Ich denke das mein Luftproblem das nur unter gewissen Umständen vorkommt vielleicht damit zusammenhängt, das vielleicht die Druck und Fließgeschwindigkeit im Rücklauf HK/Kessel unterschiedlich sind!? Ich habe vor kurzem den Systemdruck erhöht von 1,3 auf 1,8bar und hab die Kiste gleich mal auf 80Grad aufheizen lassen, komischerweise war da kein Tropfen im Kessel/Luft zu hören oder zu entlüften. 14Tage war Ruhe. Als ich dann den Fühler für Puffer oben mal in die dafür vorgesehene Tauchhülse gesteckt habe, ging es wieder los mit der Luft. Ich habe dabei bemerkt, das dadurch der VL Bereich des HK so wenig Temperatur hatte, das der Mischer ein paar mal ganz offen war, ich denke das nimmt ja irgendwie Einfluss auf den Rücklauf HK/Kessel. Grund dafür ist die Position des HK Vorlaufs, da dieser wesentlich kälter ist als der Puffervorlauf Oben (Kessel VL). Da zeigt der Fühler natürlich noch einen höheren Wert an.

      Nochmal zum Energiesparpuffer Programm, ich möchte auch erreichen das der Kessel in der Nacht nicht läuft, da unsere kleine Tochter das Zimmer leider genau neben dem Technikraum hat. Aber durch die Einstellung läuft ja der Kessel viel öfters. Kann natürlich auch mit den Positionen der HK/Kessel VL Positionen am Puffer zusammenhängen!? Ich dachte beim Pelletskessel sind längere Laufzeiten besser? Der Kessel heizt ja dann nur soviel wie der Heizkreis benötigt!

      Meine Idee wäre folgende: Den Rücklauf vom Kessel entkoppeln und am Puffer etwas weiter oben ansaugen, Der Vorlauf zur FBH müsste dann auch etwas höher um mehr Kapazität zu haben, damit der Kessel nicht so oft startet. Den Rücklauf von der FBH möchte ich ganz unten belassen, da dieser am Puffer dafür vorgesehen ist und sich da glaube ich der WT für die Solar befindet. Was ich mit dem Vorlauf zum Warmwasserbereich ganz oben mache ist mir noch nicht ganz klar, auf alle Fälle müsste das jetzige Ventil gegen ein Zonenventil getauscht werden, da das jetzige bei Bedarf zu lange zum Öffnen braucht.

      Dein Vorschlag mit dem Mikroblasenabscheider hab ich mir auch schon überlegt, aber ich bin mir nicht sicher ob der was bringt wenn er im Vorlauf zum Puffer sitzt, da sich die Luft vorher sowieso schon im Heizkessel festsetzt.

      Darf ich noch fragen welchen Softwarestand Du am Kessel hast? Ich habe gestern auf 284 geupdatet. Habe dabei festgestellt, wenn der Kessel auf Stop geht, der Lüfter immer wieder mal kurz von 60 auf 120 hochregelt, kennst Du den Hintergrund?

      Gruss Stef

    • #410
      Niko
      Teilnehmer

      Mit den Tauchfühlern finde ich nicht so gut, da man diese nicht frei positionieren kann. Ich habe meinen Puffer-Oben-Fühler cm um cm verschoben, bis ich ihn da hatte, wo es für mich sinnvoll war. Bei mir ist er nun ein klein wenig (ca. 2cm) oberhalb des HK-VL-Anschlusses. Dadurch geht der Kessel (wie du auch schon festgestellt hast) später an. Daher bei mir auch erst, wenn der Mischer voll auf ist und die HK-VL-Temperatur nicht mehr ganz erreicht werden kann. Das sört mich aber nicht, besser gesagt ich wollte dies so. Dann hat der Kessel – wenn er dann voll gestartet ist – eine gute Wärmeabnahme. Daher er heizt die ersten Minuten in den Heizkreis hinein, bis dieser wieder voll aufgewärmt ist, dann fährt der Mischer weiter zu und erst dann wird der Puffer geladen. Auf diesem Wege nutze ich das Umlaufwasser des Heizkreises noch bißchen als eine Art Puffererweiterung. Und das einbrechen der HK-Vorlauftemperatur für ca. 15-30 Minuten merkt man in den Räumen eh nicht. Unser Puffer ist leider recht klein und versuche auf diesem Wege eben die Kessellaufzeiten zu verlängern.

      Ich kann mir aber nicht vorstellen, daß dies (also die höhe der Fühleranordnungen) irgend einen Einfluß auf die Luft im System hat. Aber da kann ich wir wohl nicht wirklich weiter helfen. Ich habe keine Fußbodenheizung. Ist es ein Neubau? Sind die Leitungen der Fußbodenheizung neu verlegt? Wurden Gasdichte, hochwertige Fußbodenleitungen verlegt?

      Wenn du nicht willst, daß der Kessel nachts läuft, denn deaktiviere ihn doch einfach im E-00-Menü. Dort kannst du die Kesselzeiten vorgeben. Der Heizkreis läuft unabhängig davon weiter. Mit dem Effekt, daß der untere teil des Puffer bis zum morgen wohl durch die Fußbodenheizung ausgekühlt ist. Aber Vorsicht: Hapero gibt eine Mindestwassertemperatur von 25°C an (Rücklauftemperatur, Glanzrußbvermeidung, eine Mischerbetriebene Rücklaufanhebung hat der Hapero ja nicht). Mit meinen Heizkörpern bekomme ich das Wasser eh nicht so weit abgekühlt. Aber bei ner Fußbodenheizung könnte man wohl schon unter 25 °C kommen. Du löst also evtl. das eine Problem und schaffst ein neues an anderer Stelle.

      Bei dir wäre als evtl. eher eine Heizkreisabschaltung und Kesselabschaltung in der Nach angebracht!?

      Wegen Energiesparpuffer: Ja, es ist wie du schreibst. Du das spätere Einschalten und dadurch längere Aufheizen werden längere Kessellaufzeiten erzeugt. Dadurch finde ich diese Variante ja auch recht gut. Man könnte die Kessellaufzeiten wohl stark verlängern und damit dann auch die Stillstandszeiten in der Nach verlängern, wenn man die Puffer-Oben-Abschalt-Temperatur erhöht. Dies ginge auch in der Einstellung “Energiesparpuffer”. Dazu müsstest du die Abschalttemperatur von 55 einfach hoch setzten. Dann hättest du eine Kombi auf Energiesparpuffer und Standardpuffer. Man könnte den Wert z.b. auf 70 oder sogar 75°C stellen. Bei unserer Anlagen spricht aber etwas eindeutig gegen diesen Schritt: Unser WW wir in einer Edelstahlspirale im Puffer erwärmt. Wenn ich den Puffer über 60 °C erwärme, steigt der Kalkausfall überproportional an, was ich auf jeden fall vermeiden möchte. Wenn ihr eine Frischwasserstation mit gemischten Wasserzulauf auf der primärseite (also Heizwasser vom Puffer zu FrWa) habt, könntest du versuchen den Puffer auf höhere Temperaturen aufzuladen.

      Eines gebe ich aber auch hierzu zu bedenken: Der Wirkungsgrad beim erwärmen von Wasser von 50 auf 60 Grad ist höher, als beim erwärmen des Wasser von 60 auf 70 Grad. Von daher verlierst du ein paar Prozente Wirkungsgrad, wenn du mit höherer Pufferabschalttempertur arbeitest.

      Den Kesselrücklauf von ganz unten nun etwas höher zu montieren finde ich eine schlechte Idee. Dadurch verschenkst du das untere Puffervolumen. Dieser Bereich wäre dann ungenutzt. Ich glaube auch nicht, daß es ein Problem ist, das derzeit Kesselrücklauf und HK-Rücklauf zusammen in den Puffer münden. Das würde ich nicht ändern. Aber ich bin kein Heizungsbauer, sondern nur ein sehr interessierte Laie.

      Warum du luft im Kessel hast, ist für mich nicht nachvollziehbar. Klar führt das erwärmen des Wassers zum ausgasen im Kessel. Aber genau diese feinen Blasen sollte man perfekt mit einem Mikroblasenabscheider heraus bekommen. Welchen Höhenunterschied hat eure Heizungsanlage? Über wieviel Etagen verteilt sich das alles (Kessel & Heizkreise)?

      Ich habe meinen Kessel in den Weihnachtsferien die Software auf die derzeit aktuelle Version 284 umgestellt. Das vor dir geschilderte Phänomen des hochregelnden Lüfters konnte ich bei mir aber noch nicht beobachten, obwohl ich sicher seither schon einige Brennerzyklen beobachtet habe.

      Gruß, Niko

    • #411
      Niko
      Teilnehmer

      Wenn ihr kalkreiches Wasser habt und die FriWa hat auf der primärseite keine Mischersteuerung (das sind die einfachen FriWas), dann würde ich davon absehen, den Puffer mit Temperaturen über 60 Grad zu betreiben. Sonst besteht die Gefahr, daß sich dein FriWa-Wärmetauscher schneller mit Kalk zusetzt. Außer euer Haus verfügt über eine Entkalkungsanlage. Dann bräuchtest du dir darüber wohl keine Gedanke zu machen.

      Bitte entschuldige die vielen Tippfehler im obigen Text. Ist mir erst nach dem versenden aufgefallen.

      Zur Luft: Ich kenne es so, daß sich Systemluft bei Heizkörperheizungen in der Regel im obersten Heizkörper ansammelt. Ich weiß nicht, ob es normal ist, daß sich bei reinen Fußbodenheizungen dort keine Luft in den Heizkreisen sammelt. Evtl. wäre das der Grund, warum sie sich im Kessel sammelt. Wie sieht es mit Luft oben im Puffer aus. Hast du dort schon entlüftet?
      Wie oft und wie viel Heizungswasser musst du nachfüllen?

      Niko

    • #415
      Stef81
      Teilnehmer

      Hallo Niko, hab gelesen hier in einem anderen Thread, Du bist ebenfalls aus Bayern, ich bin aus der Nähe von PA 🙂
      Also ich denke mit den Tauchfühlern bei mir, das würde schon passen, da die Positionen der Hülsen am Puffer dafür ausgelegt sind das die passen, aber nur wenn nach Vorgabe angeschlossen wird, und das ist bei mir beim VL HK nicht der Fall. Mein Puffer ist ja auch eigentlich ein Komplettsystem also eine Solarheizung mit Heizstab gewesen. Das ist vom Vorgänger her noch so übernommen worden. Mein Haus ist 12 Jahre alt und ich hab es mit 6 Jahren gekauft.
      In der oberen Etage war bereits FBH verbaut ich denke vom Bj. her müssten die Kunststoffrohre schon aktuellen Standard entsprechen. Die untere Etage hab ich selbst noch ausgebaut, da wurde vom Heizungsbauer Cosmo verlegt. Ich habe also nur UG und EG. Höchste Stelle der Heizung liegt bei etwa 3,5m -4m. Ich denke auch nicht das die Fühler selbst Einfluss auf die Luftbildung nehmen, sonder dann die Folge das die Temperaturen niedriger sind im Puffer bevor der Ofen startet und dadurch der Mischer ganz offen ist. Ich kann mittlerweile soviel dazu sagen, wenn der Mischer anfangs mal ganz offen war, dann ist Luft im Kessel, das hat scheinbar irgendwie Einfluss auf den Rücklauf. Ich denke wie Du oben ja schreibst das Hapero eine Hydr. Weiche vorgibt was der Puffer im Vorlauf bei mir ist, ist er aber nicht im Rücklauf da diese zusammenhängen!? Da drückt die Pumpe von der FBH rein und saugt die Pumpe zum Kessel an; Verschiedene Flussgeschwindigkeiten oder Drücke?
      Wenn der Mischer dann ganz offen war passiert da was, was zur Luftbildung führt? Zum Puffer: Der hat oben einen Automatischen Entlüfter verbaut, da war anfänglich nur ein KFE Hahn zum Entlüften montiert, da hab ich einen Automatischen nachrüsten lassen. Da dieser wenn Luft im Kessel war bei der roten Schraubkappe öfters mal etwas nass war, hab ich diesen mal eine Zeit mit Teflon abgedichtet, so das dieser Luftdicht war. Nach etwa 3 Monaten hab ich ihn wieder geöffnet und es kam fast 3Minuten Luft. Ich weiß nicht wie die da reinkam. Wasser nachfüllen muss ich eigentlich gar nicht. Muss dazu sagen das ich beim MAG etwa 1bar Vordruck habe und bei der Anlage hab ich dann auf anfänglich auf 1,3-1,5 aufgefüllt und wegen der Luft vor Kurzem zum testen auf 1,8, was die Situation dann momentan verbessert hat.
      Was mir noch etwas Sorgen macht ist die Rücklauftemperatur, ich weiß nicht ob ich die 25Grad allgemein im unteren Bereich des Puffer einhalten kann, habs auch noch nie gemessen.
      Zu der neuen Software: Das Lüfterhochregeln, passiert beim Ausbrennen!!!! War bei der 274 nicht. Vielleicht liest der Admin mit und kann dazu was sagen?
      Was mir noch einfällt: Habe früher auch Probleme gehabt mit den Abgaswerten des Kessels, wie du in einem anderen Thread schreibst; Dazu kann ich auch ein paar Erfahrungen mitteilen!

    • #417
      Niko
      Teilnehmer

      Also als Ursache für die Luft im System würde ich Ausschließen (nach allem was ich darüber gelesen habe): Mischer, Mischestellungen, Fühleranrdnung.

      Du schreibts 3,5 bis 4 m Anlagenhöhe. Da sollte der MAG-Vordruck recht gut passen, auf jeden Fall sollte er ausreichend hoch sein. Denn in der Regel ist eine fehlerhafte Druckhaltung schuld an Luft im System. Kann das MAG als Fehlerquelle ausgeschlossen werden? Wie alt ist dieses? Wurde der MAG-Vordruck überprüft, während das MAG vom Heizkreis getrennt war (Kappenventil geschlossen?) und beim MAG wasserseitig der Druck voll abgelassen war?

      Lief das System, seit dem zu es nun bestreibst überhaupt einmal ohne Luftprobleme? Ich will darauf hinaus: Wurde zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme eine korrekte und vollständige Entlüftung/Entgasung erfolgreich durchgeführt? Oder kämpfst du von Anfang an mit diesen Luftproblemen?

      Durch die Druckerhöhung im System auf 1,8 bar bindet das Heizungswasser wieder mehr Luft und dein Luftproblem ist erstmal nicht mehr spürbar. Wird aber vermutlich mit abfallendem Druck wieder zurückkehren. Wie gesagt: Wie man ein System mit Fußbodenheizung am besten und sinnvollsten entgast weiß ich leider nicht. Aber ich denke, dass eine Mikroblasenabscheider im Kesselvorlauf am sinnvollsten wäre. Über die Umwälzung des Wasser benötigt dieser zwar eine gewisse Zeit. Aber wenn er lange genug verbaut ist, sollte er irgendwann alle nicht gelösten Gase abgeschieden haben.

      —————–

      Das Hochregeln des Lüfters in der Ausbrennphase (STOP-Modus) konnte ich bei meinem Kessel noch nicht beobachten. Habe seit ca. 1 Monat die aktuelle Version 284 drauf. Bei mir läuft der Lüfter im STOP-Modus (ca. halbe Stunde) nur noch mit ganz geringer Drehzahl.

      Gruß, Niko

      ————————

      Wegen Pufferanbindung bzw. Fühleranbringung. So wie du schreibts, die Tauchfühlerhöhen passen, wenn man die passenden zugehörigen Pufferanschlüsse verwendet. Wenn man die HK-Pufferanbindung in der Höhe verändert, müßte eben auch die zugehörige Fühlerhöhe angepaßt werden – was bei Tauchfühlern “schwer” ist. Bei mir klemmen die Fühler außen unter einem Blech am Puffer. Wäre so eine Anbringung bei dir nicht machbar?

      ———————–

      In wie Weit der Hapero auf eine Rücklauftemperatur von unter 25°C empfindlich reagiert weiß ich nicht. Dazu kenne ich mich damit zu wenig aus. Ich hatte eben nur gelesen, dass er über keine Rücklaufanhebung verfügt (macht er ja über das Takten der Pufferladepumpe) und daher bis zu Vorlauftemperaturen von 25 °C betrieben werden kann.

    • #419
      Stef81
      Teilnehmer

      Mir ist das Luftproblem erst aufgefallen nach der Fertigstellung der FBH im UG, zeitgleich wurde aber auch der Vorlauf HK/Kessel entkoppelt.
      Aber das war Ende 2013 somit müsste ja die Luft mal raus sein!? Das MAG wurde bereits 2014 getauscht war aber erst 3 Jahre alt, die Ursache war es scheinbar nicht. Der Vordruck am MAG wurde korrekt gemessen, mit abgelassen Wasser und abgesperrten Kappenventil.

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